unsere Fremdsprachenassistentin

Unsere neue Fremdsprachenassistentin Französisch:


Noémie Levadoux

 

Seit Ende Oktober darf sich die Fachgruppe Französisch auf tatkräftige Unterstützung durch Noémie Levadoux aus Frankreich freuen, die am THG bis Ende Mai als Fremdsprachenassistentin arbeiten wird. In vielen Lerngruppen hat sie sich bereits vorgestellt und teilweise auch schon selbst unterrichtet. Damit auch die Schulgemeinschaft Gelegenheit hat, sie ein bisschen näher kennenzulernen, haben Tessa und Nelly aus dem Jahrgang 9 und Kira und Santiago aus dem 6. Jahrgang ein Interview mit Noémie geführt und ihr mit ein paar Fragen „auf den Zahn gefühlt“. 


Wir sagen schon mal «Bienvenue» am THG und auf gute Zusammenarbeit!

 

Tessa: Was sind deine Ziele in Deutschland?

Noémie: Ich will die Sprache lernen, und ich will die Sprache sehr gut sprechen. Und ich will auch ein bisschen sehen, ob ich Lehrerin werden möchte.

Tessa: Und kannst du dir vorstellen, in Deutschland zu bleiben bzw. hier mal zu arbeiten?

Noémie: Äh... Vielleicht, ich weiß noch nicht. Ich liebe es zu reisen, und vielleicht werde ich als erstes ein bisschen um die Welt reisen, und wenn ich Deutschland mag, werde ich vielleicht wiederkommen und hier arbeiten und wohnen…

Tessa: Was machst du in deiner Freizeit in Frankreich sowie in Deutschland?

Noémie: Ich mag Musik hören und Musik machen; ich spiele ein bisschen Gitarre, und ich singe auch. Ich liebe Lesen und Schreiben. Ich mache viel Sport und verbringe auch gerne Zeit mit meinen Freunden.

Tessa: Wo findest du das Leben angenehmer, eher hier in Deutschland oder in Frankreich?

Noémie: In Deutschland.

Tessa: Warum?

Noémie: Weil die Menschen freundlicher sind (lacht). Ich mag auch die Stadt. Ich mag Deutschland, weil ich in einer guten Stadt bin!

Nelly: Wie lange lernst du schon Deutsch?

Noémie: Ich habe Deutsch seit zehn oder elf Jahren gelernt. Aber ich kann nicht so gut sprechen.

Nelly: Doch. Perfekt. Was erhoffst du dir von deinem Aufenthalt in Deutschland?

Noémie: Ich hoffe mich später vielleicht für bestimmte Jobs zu qualifizieren, wenn ich die Sprache gut beherrsche.

Nelly: Warst du vorher schon mal in Deutschland, und wenn ja, wie lange?

Noémie: Ich war zweimal in Deutschland. Ich habe einen Austausch mit meiner Schule gemacht als ich in der 8. Klasse war. Ich war in Mühldorf. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von München; da war ich eine oder zwei Wochen. Und dieses Jahr bin ich für ein Wochenende nach München gefahren, da ich sehr gut mit der Austausch- partnerin meiner kleinen Schwester befreundet bin.

Nelly: Kennst du jemanden hier in Deutschland, also hast du hier Bekannte oder Freunde oder Verwandte?

Noémie: Ja, ich habe einige Freunde gefunden hier, in Göttingen und Hannover. Ich habe auch eine Freundin in Kiel und Freunde in München.

Santi: Woher kannst du Deutsch?

Noémie: Ich habe Deutsch erst kennengelernt dank einer Musikgruppe – ja, einer Band: Tokio Hotel. (Lacht.) Ich war ein Fan von Tokio Hotel, und ich habe Deutsch gewählt, weil ich die Gruppe toll fand.

Kira: Woher kommst du?

Noemie: Ich komme aus einem kleinen Dorf, das Marcou heißt, in der Nähe von Saint-Étienne und Lyon.

Santi: Warum bist du nach Deutschland gekommen?

Noémie: Weil ich nordische Länder mag. Und ich wollte auch die Sprache lernen.

Kira: Was gefällt dir an Deutschland und was nicht?

Noémie: Was gefällt mir in Deutschland? Das Wetter. Hier ist es ein bisschen kälter, und es regnet mehr. Ja, ich mag kaltes Wetter, ja… Und was gefällt mir nicht?? Ich weiß noch nicht…

Kira: Was ist der Unterschied zwischen der französischen und der deutschen Schule?

Noémie: Die französischen Lehrer sind strenger, und die Regeln auch. Ja, und die Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern sind anders.

Kira: Inwiefern anders?

Noémie: Hier in Deutschland sind die Lehrer näher an den Schülern dran und freundlicher zu den Schülern. Aber es ist auch gut in Frankreich, wo es ein bisschen mehr Distanz zwischen Lehrern und Schülern gibt. Und es gibt mehr Disziplin in Frankreich. Ja…! (lacht).

Santi: Findest du etwas an Deutschland anders oder komisch?

Noémie: Was finde ich komisch in Deutschland? So viel… Ah! Ich denke, dass die Menschen…

Santi: … netter sind?

Noémie: (lacht) Ja! Und sie sind mehr mit ihrer Region verwachsen als mit ihrem Land. Ich habe viele Leute gesehen, die die Flagge ihres Bundeslandes im Garten hängen haben. In Frankreich sieht man das nie, da macht das niemand... nirgendwo.

(Als wir einwenden, dass wir alle keine Niedersachsen-Flagge im Garten gehisst haben, meint sie:)

Doch, wirklich… Ich weiß nicht, in Bayern ist das auf jeden Fall so.

Santi: Wie gefällt dir das THG?

Noémie: Ah, ich mag das THG, ja. Ich mag die Schüler, und ich mag die Lehrer. Die Lehrer sind sehr nett, und die Schüler sind süß… und nett. Ich mag hier arbeiten.

Kira: Nenne ein typisches Vorurteil der Franzosen über die Deutschen.

Noémie: Sie trinken nur Bier alle Zeit.

Santi: Wie gefällt dir Deutschland? Und was möchtest du noch unternehmen in dem Jahr hier?

Noémie: Ich liebe Göttingen. Ich mag, dass es nicht so groß ist. Und ich möchte noch nach Hamburg, vielleicht auch nach Amsterdam. Und ich werde auch nach Dresden fahren.

(Sie lässt sich auch nicht beirren als Kira meint, dass Dresden eine hässliche Stadt sei.)

Santi: Vermisst du etwas in Deutschland?

Noémie: Ich vermisse das französische Baguette und das Gebäck.

Kira: Was ist dein Lieblingsessen in Deutschland?

Noémie: Ich weiß noch nicht. Ich kenne das deutsche Essen noch nicht so gut.

Santi: Und was ist dein Lieblingsessen in Frankreich?

Noémie: Raclette.

Kira: Raclette kann man in Deutschland auch essen! Trägt man eine Uniform an den französischen Schulen?

Noémie: Nur an wenigen Privatschulen, aber für gewöhnlich: Nein.

Santi: Und letzte Frage: Und wie findest du die Gebäude des THG?

Noémie: Sehr modern und sehr sauber.

Santi: Vielen Dank für das Gespräch und eine gute Zeit am THG!