MINT-Projekte

Explore MINT: Mathewerkstatt und ScienceLab

Mit dem Projekt „Explore MINT“ konnte eine neue, weitreichende Kooperation mit der Mathe-, Physik- und Chemie-Didaktik der Uni Göttingen ins Leben gerufen werden:

In der AG "Science Lab >>> Körper + Sinne" können Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Klasse auf eine naturwissenschaftliche Forschungsreise durch den menschlichen Körper gehen. Neben alltagsrelevanten Fragestellungen und Phänomenen erhalten die Schülerinnen und Schüler dabei auch einen Einblick in die Arbeitsmethoden von Naturwissenschaftlern. Das Besondere an der AG ist nicht nur ihr fächerübergreifendes Konzept, sondern vor allem die Öffnung für interessierte Grundschüler der benachbarten Hölty-Schule. Das Projekt wird von Lehramtsstudierende durchgeführt, die so die Möglichkeit haben, eine Lerngruppe über ein gesamtes Halbjahr zu begleiten.

In dem Teilprojekt „Mathewerkstatt“ mit der Mathematikdidaktik der Universität hospitieren Lehramtsstudierende im Mathematikunterricht der jeweiligen Klassen der Jahrgänge 5 bis 7und entwickeln mit den Mentoren von der Universität und den unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen zusätzliche Angebote, die das Interesse für Mathematik vertiefen oder ggf. vorhandene Ängste und Schwierigkeiten abbauen helfen sollen. Die angemeldeten SchülerInnen treffen sich wöchentlich nachmittags mit den jeweiligen Studierenden, die die Klasse begleiten, und können in einer kleinen Gruppe begleitend zum Unterricht Mathematik in Werkstattatmosphäre einmal ganz anders erleben.

 

MINTeinander

Die Ausschreibung der Telekom-Stiftung richtete sich an Grundschulen, die in ihrer Region mit Kitas und weiterführenden Schulen zusammenarbeiten und gemeinsam ihre naturwissenschaftlichen Profile stärken möchten. Neben 750 anderen Einrichtungen hatten sich die Göttinger Hölty-Schule, das ASC-Kinderbewegungshaus, das Montessori-Kinderhaus und die Europaschule Theodor-Heuss-Gymnasium beim MINTeinander-Wettbewerb der Telekom-Stiftung beworben und wurde als eines der bundesweit 24 Netzwerke ausgewählt.

Jede Einrichtung erhielt ein Experimentierset zum Thema „Magnetismus“ und didaktisches Begleitmaterial. Damit können die Bildungsinhalte – wie bei einer Spirale – in Kita und Schule aufeinander aufbauend vermittelt werden. Für die Fach- und Lehrkräfte der ausgewählten Einrichtungen gibt es außerdem kostenlose Fortbildungen, damit die Materialien optimal zum Einsatz kommen. Die Einrichtungen planen bei sogenannten Forschertagen zusammenzuarbeiten, so dass z.B. Schülerinnen und Schüler die Kindergartenkinder bei den Experimenten unterstützen.

 

Masterclasses – Teilchenforscher für einen Tag

Seit dem Schuljahr 2013 finden regelmäßig Teilchenphysik-Masterclasses am THG statt. Das sind von  „Netzwerk Teilchenwelt“ initiierten Workshops, in denen Nachwuchswissenschaftler/innen („Master“) Einblicke in die aktuellen Forschung der Teilchenphysik.

Die Teilnehmer/innen erleben, wie man Spuren von Elektronen, Quarks & Co. mithilfe von Detektoren untersuchen kann und was man dabei über den Aufbau und die Entstehung des Universums herausfinden kann. Die Physik-EA-Kurse und weitere interessierte Schülerinnen und Schüler können am PC selbst eine Analyse von echten Teilchen-Kollisionen-Daten vornehmen, die am weltweit größten Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Kernforschungszentrums CERN bei Genf, aufgezeichnet wurden.

Wie „echte“ Teilchenphysiker machen sie sich u.a. auf die Suche nach charakteristischen Spuren, die einen Hinweis auf das „Higgs-Teilchen“ geben könnten. Unterstützt wird die Veranstaltungen regelmäßig von Prof. Quadt vom Physikalischen Institut der Uni Göttingen und seinen Studierenden.

 

NW-Club

Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es den Naturwissenschaftlichen Club (NW-Club), der älteren Schülerinnen und Schülern der Sek I auch außerhalb der MN-Klassen Gelegenheit geben soll, naturwissenschaftliche Forschung auf hohem Niveau hautnah zu erleben. Dazu werden vorhandene Kontakte zu Forschungseinrichtungen, insbesondere über die Elternschaft des THG genutzt.

Jeweils zu Beginn eines Schuljahres werden naturwissenschaftlich besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang von ihren MINT-Lehrkräften zur Teilnahme an dem NW-Club empfohlen. Jährlich findet in einer konstituierenden Veranstaltung wie z.B. einer Exkursion in das Phaeno ein Austausch mit den Schülern über die Zielsetzung und die Organisation des Clubs statt. Ansonsten wird der Club über die Schulkommunikationsplattform IServ informiert. Hier erhalten die Schüler auch exklusiven Zugang zu den naturwissenschaftlichen Angeboten wie

  • Bereitstellung eigenständiger Experimentiermöglichkeiten
  • betreuter Zugang zu universitären Praktika
  • Präsentation geeigneter Demonstrationsversuche
  • Einblicke in die Laborpraxis
  • Darstellung aktueller Forschungsvorhaben
  • Gespräche über Naturwissenschaftliche Forschung einschließlich ihrer Rahmen­bedingungen
  • Hinweise zu naturwissenschaftlichen Wettbewerben

Die Clubteilnehmer wählen sich in die Angebote verbindlich ein. Eine Lehrkraft begleitet die Gruppe und steht für Rückfragen zur Verfügung.

 

Science-Camp

Das Konzept des "Science Camp" soll helfen, die Schule als lebenswerten, interessanten Lebensraum zu erfahren, der über Hand und Herz auf das Hirn zielt und mit seinen Inhalten und Erfahrungen etwas näher an der Welt der Erwachsenen ist. Dafür ist es naheliegend, den Lernort Schule zu verlassen und sich in der Welt zu bewegen und zu bewähren.

Dieser Lernort ist das Gelände der "Eichenberger Waldbahn", ein lebendiges Feldbahnmuseum, das von der "Interessengemeinschaft Feldbahn" (IGF) in Eichenberg betrieben wird. Dieses Gelände ist eine von der Natur zurück eroberte Industriebrache und daher auch unter ökologischem Blickwinkel betrachtet recht interessant. Die Infrastruktur des Geländes am Ende der Welt ist schlicht und damit kann die schulische Nutzbarmachung zu einem Abenteuer werden.

Auf dem Gelände wird ein "Forscherlager" etabliert, in dem gearbeitet und gelebt wird. Die durchzuführenden Aufgaben passen zu den Inhalten der Richtlinien oder ergänzen diese. Sie sind vielfältig und dienen dazu, die Fächer des mathematisch-naturwissenschaftliches Bereiches zu bereichern und ermöglichen den Schülern übergeordnete Kompetenzen zu erwerben.

Je nach Klassenstufe werden typische Aufgaben bewältigt:
- mathematische und biologische Kartierung
- Pflanzen- und Tierbestimmung
- Anlage und kontinuierliche Untersuchung bestimmter Biotope
- chemische Untersuchung von Gewässern
- Untersuchung der Technik und die Handhabung von Brennkraftmaschinen
- Pflege und Restaurierung technischer Geräte
- Übung von Dokumentationstechniken
- Organisation des Lebens in einer Forschungsstation
- Training des Schulsanitätsdienstes

 

Schüler-Ingenieur-Akademie

Seit 2009 ist ein THG-Kollege Mitorganisator der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) in Göttingen. Unter Anleitung bauen interessierte Schülerinnen und Schüler in dem schulübergreifenden Projekt u.a. in den Räumen des THGs Raketen und rüsten sie mit Flugelektronik (Avionik) aus. Ein zentrales Ziel der Schüler-Ingenieur-Akademie ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einblicke in typische ingenieurwissenschaftliche Arbeitsweisen zu vermitteln, so dass sie zeitgemäße und zukunftsweisende Techniken verstehen. In der SIA werden nicht nur Grundlagen des Maschinenbaus und der Elektrotechnik thematisiert, sondern auch Teamentwicklung und Projektmanagement. Die Schüler-Ingenieur-Akademie hat jeweils eine Laufzeit von einem Jahr. Am Ende der SIA erhalten sie ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Die Schüler-Ingenieur-Akademie findet in Kooperation mit der Stiftung NiedersachsenMetall und der Landesschulbehörde statt. Neben der HAWK unterstützen die Universität Göttingen (Astrophysik), das DLR und die Firma Sartorius das Projekt.


Umweltschule

"Umweltschule in Europa" ist eine Ausschreibung der internationalen Stiftung für Umwelterziehung F.E.E. (Foundation for Environmental Education). Aktuell beteiligen sich inzwischen weltweit ca. 30.000 Schulen in mehr als 50 Staaten an dem Projekt. Für Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) Projektträger, acht Bundesländer sind beteiligt. Das Projekt zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Verankerung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in Curriculum und Schulleben.

Unabhängig von ihrer Ausgangssituation und ihrer Schulform können alle Schulen die Auszeichnung "Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule " erhalten, wenn sie innerhalb der zweijährigen Projektzeit ein selbst entwickeltes Konzept zur Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit erfolgreich umsetzen konnten.

Aktuell (Frühjahr 2014) bewirbt sich das THG mit seinem schulinternen Energiesparwettbewerb, dem von Schülern erarbeiteten Umweltcurriculum, der Schulgarten-AG und einem Mülltrennung.