Sonntag, 29. April 2018

SchiLf 2018: THG-Kollegium stellt sich der digitalen Zukunft

Poster:THG

Während die Schülerinnen und Schüler des THG am Zukunftstag in die Arbeitswelt schnuppern konnten, nutzte das Kollegium die freie Zeit für eine ganztägige schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf) zur „Digitalisierung in den Schulen“, um sich mit der Zukunft des Lehrens und Lernens im digitalen Wandel zu beschäftigen.

Zukunft? Eigentlich nicht – denn bereits seit einem Jahr läuft am THG das ML-Projekt (Multimediales Lernen) einer mit iPads ausgestatteten 9. Klasse. Nach positiven Rückmeldungen aller Beteiligten wird das Projekt weiter ausgebaut und im neuen Schuljahr auf eine Klasse des künftigen Jahrgangs 11 ausgeweitet. Hier sammeln die beteiligten Kolleginnen und Kollegen wichtige Erfahrungen; didaktische Konzepte und fundierte Positionen zum Thema Digitalisierung im Unterricht entstehen.

Die Nutzung des neuen Mediums ist für viele Lehrkräfte am - umfassend mit Beamern und inzwischen auch Apple TVs ausgestatteten - THG bereits Alltag und so sollte die SchiLf 2018 dazu dienen, die Arbeit mit Tablets auszuprobieren, neue Möglichkeiten zu testen und auf diese Weise den ganz unterschiedlichen Voraussetzungen im Kollegium Rechnung zu tragen.

In ihrem vielseitigen wie schwungvollen Einstiegsvortrag erläuterte Frau Dr. Eickhoff-Schachtebeck dem interessierten Kollegium die Möglichkeiten des Faches Informatik für das Verständnis digitaler Prozesse. Ihre Beispiele aus dem Unterricht erstaunten – wie kommt eigentlich Googles Besuchszähler zustande? – wie funktioniert eigentlich das Internet? – und bildeten den Einstieg in die folgenden, größtenteils praktisch ausgelegten Workshops mit professionellen Trainern.

Im Workshop Medienkritik vor Mediennutzung diskutierten die Teilnehmer den Beitrag unterschiedlicher Fächer (WN/RE/RK) zum neuen D-Profil in der Sek. I, „Leben in einer digitalen Welt“, und entwickelten anschließend die ersten Konzepte für neue Curricula.

Ein Einsteiger-Workshop bot grundlegende Bedienungshilfen, die weiteren Workshops gliederten sich nach den Fachbereichen Sprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften – hier wurde in Live-Vokabelspielen gegeneinander angetreten, dort wurden mit Book Creator anregende Lernunterlagen oder mit einem Green-Screen eine eigene Nachrichtensendung produziert, im Nachbarraum Versuche live dokumentiert und mittels Book Creator kreativ gesichert, zudem Wärmebildkameras und weitere Sensorik für den Unterricht ausprobiert. Eine lange Wunschliste an Materialien für künftige digitale Unterrichtsphasen war die Folge…

Hatte die SchiLf das Ziel, sich als gesamtes Kollegium einfach mal etwas ausführlicher mit den neuen Medien und ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzen, so werden weitere unterrichtsspezifische Fortbildungen folgen. Denn inzwischen scheint ein Trend sehr klar: Die Digitalisierung stellt eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen dar und wird vor den Schulen nicht Halt machen. Die Chancen für guten Unterricht sind vielfältig.

POE

 

P.S.: Und wer an „hausinternen“ Fortbildungen interessiert ist, der kann gerne den im Rahmen des ML-Projekts entstandenen Youtube-Kanal „iPad für Lehrer“ besuchen oder auch auf dem Blog zum Projekt Multimediales Lernen weiterlesen…